Home
Wir über uns
Leistungsübersicht
Straßenbauplanung
Druckentwässerung
Kanalsanierung
SiGeKo
SiWaWi
Beratung & Bauleitung
Referenzen
Kontakt
 
Anschrift: Wilhelm-Stefen-Str. 100
  47807 Krefeld
   
Tel.: 0 21 51 / 30 95 0
Fax: 0 21 51 / 30 95 30
Email: info@ib-jaffke.de
Jobs | Impressum | © 2008 IB Jaffke
 
 
Kanalbauplanung

Mit der Bildung von zusammenhängenden Siedlungen entstanden auch Probleme durch Abfälle, Abwässer und Überflutungen. Deren einfache Entsorgung war ein Hauptgrund für die Entstehung von Siedlungen an Bächen und Flüssen; dadurch kann die natürliche Vorflut zur Ableitung genutzt werden.

Um Flut- und Regenwasser schnell und aus hygienischen Gründen Abwässer geordnet ableiten zu können, entwickelten sich schon vor langer Zeit erste Kanalisationen. Bei der Schwemmkanalisation wurden Abfälle und Abwässer durch Wasser weggespült. Meist dienten dazu Regenwasser oder aber auch natürliche Gewässer. Entwässerungskanäle lassen sich bereits 3.000 v. Chr. im Euphrattal nachweisen. Schon zu Zeiten der Römer wurden Schwemmkanalisationen verwandt, meist handelte es sich dabei allerdings um offene Gerinne, wegen des hohen Bauaufwandes waren Abwasserrohre selten. Die bekannteste römische Kanalisation ist die Cloaca Maxima in Rom. Ein Rest einer unterirdischen, römischen Abwasserkanalisation ist in der Kölner Altstadt noch heute begehbar.

Im frühen Mittelalter ging das Wissen um die hygienische Bedeutung einer geordneten Abwasserentsorgung weitgehend verloren, weshalb es über Jahrhunderte hinweg zu verheerenden Pest- und Choleraepidemien kam. Erst in der Neuzeit wurde in den aufgrund der Industrialisierung stark gewachsenen Städten eine geordnete Abwasserentsorgung essentiell. Im Jahre 1739 war Wien als erste Stadt Europas erstmals vollständig kanalisiert. Erst ab 1842 wurde in London mit dem Bau des Kanalisationssystems begonnen. In Hamburg entstand nach dem Großen Brand von 1842 ab 1856 das erste moderne Kanalisationssystem auf dem europäischen Festland.

Gut 150 Jahre später sind noch viele betagte Systeme in Betrieb (ca. 10% der Kanäle sind lt. DWA-Umfrage von 2001 älter als 75 Jahre), die zwischenzeitlich teilweise sanierungs- oder erneuerungsbedürftig sind. Den Großteil jedoch bilden mit knapp 50% Systeme der letzten 50 Jahre. Für Deutschland ergibt sich aus den Mitteilungen der DWA für 2001 eine Gesamtlänge des Kanalnetzes von 486.159 km, wovon 48% auf Mischwasserkanäle, 32% auf Schmutzwasserkanäle und 20% auf Regenwasserkanäle entfallen. Statistisch gesehen ist ein Trend in Richtung des Kunststoffrohres gerade im kleineren Nennweitenbereich zu verzeichnen, jedoch bilden nach wie vor Beton- und Steinzeugrohre die Spitzengruppe der verbauten Rohrwerkstoffe. Weiterführende Infos finden sie im DWA-Bericht „Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2004“, den Sie hier herunterladen können.

Die Abwasserableitung findet zumeist unterirdisch außerhalb des direkten Blickfeldes der Menschen statt, Belästigungen durch Überflutungen und Gerüche sind selbstverständlich nicht gewünscht. Jedoch ist Abwasserbeseitigung und - behandlung mehr als nur Schachtdeckel und Straßenabläufe. Die Kanalisation ist ein komplexes System, das nach Möglichkeit mit allen heute zur Verfügung stehenden Instrumenten zur Optimierung der Systeme und Sicherstellung eines reibungslosen Betriebes weiterentwickelt werden muss.

Wir helfen Ihnen bei der Neuplanung von Entwässerungssystemen und betreuen Sie von der Variantenentwicklung bis hin zur Baubegleitung in allen Rohrwerkstoff- und Nennweitenbereichen. Im Rahmen der Bauausführung sind der Art und Weise der Leitungseinbringung dabei keinerlei Grenzen gesetzt, gleichgültig ob dabei beispielsweise die Verlegung in offener Bauweise, Microtunneling oder aber gesteuerte Rohrvortriebsverfahren zu Einsatz kommen. Je nach Größenordnung der Maßnahme kommen bei der Planung softwaregestützte Simulationsmodelle zum Einsatz, die unter Verwendung von gemessenen Abflusswerten einen realistischen und vor allen Dingen technisch-wirtschaftlich optimierten Prognosezustand der Planung liefert.

 
nach oben